Treppenbau
Fachbegriffe
Fachbegriffe im Treppenbau –
einfach erklärt
Im Treppenbau gibt es viele spezielle Begriffe, die nicht jedem sofort geläufig sind. Damit Sie sich besser orientieren können, haben wir die wichtigsten Fachausdrücke für Sie zusammengestellt.
Mit diesem kleinen Lexikon möchten wir Ihnen den Einstieg in die Welt des Treppenbaus erleichtern. Falls Sie Fragen zu bestimmten Begriffen oder zu Ihrer individuellen Wunschtreppe haben, sprechen Sie uns gerne an – wir beraten Sie persönlich und kompetent.
Ihr Team von
Becker Treppenbau
Übersicht der
Fachbegriffe
Treppengeländer haben verschiedene Aufgaben bei einer Treppe. Im Einzelnen sind das
Die Sicherheit
In erster Linie dient das Treppengeländer der Sicherheit. Zum einen kann man sich durch das Festhalten am Treppengeländer einen sicherern Gang auf der Treppe verschaffen und zum Anderen schützt es davor, von der Treppe hinab zu stürzen.
Stabilität und Konstruktion der Treppe
Konstruktionsbedingt kann das Treppengeländer zur Statik der Treppe beitragen bzw. übernimmt sogar wichtige Bestandteile der Stabilität.
Gestaltung und Design der Treppe
Ein Treppengeländer kann aus den verschiedensten Materialien bestehen. So können Holz, Stahl, Edelmetalle, Glas und Acrylglas sowie weitere Materialien und Accessoires zum Einsatz kommen. So kann man die Treppe individuell ganz nach Geschmack des Hausherrn gestalten oder dem Stil des Hauses anpassen.
Ein Halbpodest ist in der Regel das Podest, welches zwei gegenläufige Treppen miteinander verbindet und befindet sich meist in der Mitte zweier Etagen.
Ausruhen und Verschnaufen auf dem Halbpodest
Wie alle Zwischenpodeste bilden sie zudem auch eine Zone zum Ausruhen und Verschnaufen.
In 80 cm bis 115 cm Höhe angebracht dienen Handläufe an Treppen und Treppenpodesten zum Festhalten, als Führungselement und Gehilfe. Dabei sollen Handläufe einen Mindestabstand von 5 cm zu der Wand haben.
Die Stärke des Handlaufs sollte zwischen 2,5 cm und 6 cm sein, während die Form jedoch sowohl rund, eckig oder profiliert sein darf. So viel zu den Bestimmungen.
Der Handlauf als Gestaltungselement
Der Handlauf kann aus verschiedenen Materialien beschaffen sein und kann somit gestaltet werden, um zum Erscheiningsbild des Treppengeländers und auch der gesamten Treppenanlage beizutragen.
Sehr üblich sind Handläufe aus Holz, doch auch Edelstahl-Handläufe oder sogar Acrylglas-Handläufe werden immer beliebter. Der Fantasie sind hier keine Grenzen gesetzt, solange das Material die oben genannten Vorschriften erfüllt.
Für öffentliche Gebäude oder Mehrparteien Wohnhäuser gibt es weitere bzw. andere Bestimmungen.
Eine „offene Treppe“ hat meist keine Setzstufen, das heißt, man kann zwischen den Trittstufen hindurch schauen. Früher hieß diese Treppenform daher auch Treppe ohne Setzstufen, jedoch können die Zwischenräume auch teilweise geschlossen sein, womit diese Bezeichnung nicht mehr stimmen würde.
Eine offene Treppe wirkt oft sehr filigran. Das ist je nach Einsatzort sicher eine gern gesehene Eigenschaft. Ein Nachteil der offenen Treppe ist, dass Dinge und Schmutz zwischen den Stufen hindurch fallen können.
Wozu dient die Schrittmaßregel?
Die Schrittmaßregel bestimmt das Steigungsverhältnis der Treppenstufen. Eine durchschnittliche Schrittlänge des Menschen liegt bei 590 mm bis 650 mm. Die Schrittlänge wird entsprechend auch bei Treppen beachtet und wird wie folgt be- bzw. errechnet:
Auftritt der Trittstufe (a)
Der Auftritt der Trittstufe ist der Bereich von der vorderen Kante der Trittstufe bis zur vorderen Kante der nächsten Trittstufe. Da die Trittstufe je nach Design der Treppe auch bis unter die nächste Stufe reichen kann, ist es also nicht zwingend gleichzusetzen mit der Gesamttiefe der Trittstufe.
Sehr eindeutig ist der Auftritt zu erkennen bei der Faltwerktreppe, denn bei dieser ist Auftritt und Trittstufentiefe designbedingt immer gleich.
Für unser Beispiel gehen wir von einem Auftritt von 28 cm aus.
Antrittshöhe der Setzstufe (s)
Die Antrittshöhe ist das Maß von einer zur nächsten Trittstufe bzw. Treppenstufe, also die Höhe der Setzsufe.
Für unser Beispiel gehen wir von einer Antrittshöhe von 17 cm aus.
Berechnung des Schrittmaßes
Die Formel für die Berechnung lautet: 2s + a = Schrittmaß. In unserem Beispiel wäre das 2 x 17 cm (s) + 28 cm(a) = 62 cm und liegen damit zwischen oben genannten Werten von 590 mm bis 650 mm.
Während die Trittsufe der waagerechte Teil der Stufe einer Treppe ist, ist die Setzstufe der senkrechte Teil. Offene Treppen verfügen über keine Setzstufen.
Das Vorhandensein von Setzstufen hat einige Vorteile:
- Die Trittstufen werden von den Setzstufen unterstützt und geben ihnen halt, so dass sie nicht durchbiegen können.
- Es können keine Gegenstände oder Schmutz in den unter der Treppe liegenden Raum fallen.
- Man kann weder von oben nach unten noch von unten nach oben zwischen den Trittstufen hindurch schauen
- Der unter der Treppe durch den Einsatz der Setzstufen entstehende Raum beim untersten Geschoß kann z.B. als Raum oder Schrank genutzt werden.
Eine Treppe ohne Setzstufen hingegen kann sehr viel leichter wirken.
Neben den konstruktionsbedingten Gegebenheiten ist es also auch eine Frage des Geschmacks.
Die unterste Stufe eines Treppenlaufs bezeichnet man als Antrittsstufe. Sie kann sich von den weiteren Stufen unterscheiden. Oftmals wird die Antrittsstufe gestalterisch genutzt, um die Treppe repräsentativer erscheinen zu lassen.
Beispielsweise wirkt eine geschwungene Antrittsstufe oft sehr viel wertiger. Auch Podeste als Antrittsstufe sind möglich. In diesem Fall spricht man von einem Antrittspodest.
Treppenbauarten bzw. Treppenbautypen unterscheiden sich sowohl technisch als auch im Design. Von klassisch über zeitlos bis modern kann jeder Geschmack abgebildet werden.
In den meisten Fällen sind Treppenanlagen eine Kombination aus zwei oder mehreren Treppenbauarten.
Eine Übersicht können Sie in der Galerie bewundern. Es handelt sich ausschließlich um von Treppenbau Becker gebaute und montierte Treppenanlagen.
Der Treppenbelag ist die Nutzschicht der Stufen und Podeste einer Treppe. Der Treppenbelag kann mehrere Eigenschaften erfüllen:
Die Gestaltung
Alle Bodenbeläge können als Treppenbeläge genutzt werden. Ob Holz, Stein, Teppich oder PVC, aber auch Laminate oder Kork und Metalle sind denkbar. So kann man die Treppe gestalten und dem Stil des Hauses anpassen.
Der Schallschutz
Manchen Treppenbeläge sind lauter als andere. Legt man Wert auf ein leises bis fast zu geräuschloses Benutzen der Treppe, wählt man entsprechend Schallabsorbierende Treppenbeläge.Die
Die Sicherheit
Eine Treppe möchte man sicher begehen können. Hier können Treppenbeläge ihres beisteuern, indem man ein möglichst rutschfestes Material wählt.
Die Renovierung
Treppenbeläge sollten grundsätzlich eine hohe Beanspruchungsklasse besitzen, da diese vorallem an den Kanten starkt beansprucht werden. Doch auch die widerstandsfähigsten Treppenbeläge werden vielleicht durch Abnutzung irgendwann einmal unansehnlich. Mit mehr oder weniger starkem Aufwand kann man in diesem Fall den Treppenbelag erneuern oder aufarbeiten oder die Gestaltung der Treppe mittels eines anderen Belags ändern.
Der Treppenholm, oder auch Tragholm, unterstützt die Trittstufen und ist bei „aufgesattelten Treppen“ fundamentales Bauteil der Tragekonstruktion.
Es gibt Einholmtreppen und Zweiholmtreppen. Wie der Name schon sagt, gibt es bei der Einholmtreppe einen Holm meist in der Mitte der Stufen angeordnet. Bei der Zweiholmtreppe sind die Holme in doppelter Ausführung.
Materialien
Die Treppenholme übernehmen eine tragende Funktion und müssen daher aus stabilem genormten Material bestehen. In Frage kommen unter anderem Baustähle, Stahlbeton und Massivholz.
Welche Materialien für eine Treppe verwendet werden können ist sehr vielfältig und sowohl von der Bauart als auch der Gestaltung der Treppe abhängig.
Materialien und die Kombinationen
In Frage kommen in Konstruktion, Stufen und Geländer neben Holz, Glas, Acrylglas, Beton, Stein, Stahl und Edelstahl auch alle anderen erdenklichen Materialien und sei es nur als Accessoire. So sind zum Beispiel auch Edelmetalle und Textilien als Kombinationen möglich.
Unterschieden wird zwischen dem Treppenpodest und dem Treppenabsatz, bzw. Zwischenpodest.
Treppenpodest
Ein Treppenpodest ist immer am Anfang und am Ende einer jeden Treppe und ist meist ein Teil der Geschossdecke bzw. des Geschossbodens.
Zwischenpodest
Das Zwischenpodest hingegen ist ein Treppenabsatz zwischen zwei Treppenläufen. Sie unterbrechen den Treppenlauf und bilden so eine Sicherheitsebene zum Ausruhen oder Ausweichen zum Beispiel bei einem Sturz.
Ausser in Wohngebäuden mit maximal 2 Wohnungen ist eine Podestfläche nach höchstens 18 Steigungen bzw. Stufen Pflicht.
Je nach Treppentyp unterscheidet man:
- Mittelpodeste zwischen geradlinig verlaufenden Treppenläufen
- Wendepodeste zwischen gegenläufigen Treppen
- Viertel- bzw. Eckpodeste bei Treppenläufen welche im 90° Winkel zueinander velaufen.
Ist eine Treppenanlage einmal älter geworden, kann es sein, dass sie nicht mehr sicher genug ist, nicht mehr so schön aussieht oder nicht mehr zum Stil des Hauses passt. Nicht immer muss hier gleich an eine neue Treppe gedacht werden. Im Gegenteil, denkt man beispielsweise an alte Bauerntreppen, wäre es Schade, den Charme dieser Holztreppen aus Omas Zeiten zu vernichten.
Bildet die vorhandene Treppe eine gute Substanz, kann man sie auch im Zuge einer Treppenrenovierung modernisieren und ihr eine völlig neue Gestaltung spendieren.
Modernisierung
Zum Modernisieren der vorhandenen Treppe kann man sowohl die Stufen als auch das Geländer mit völlig neuen Materialien und Oberflächen versehen. Sogar die ursprüngliche Konstruktion kann man, zumindest optisch, verändern, zum Bespiel in dem man sie verkleidet.
Der Fantasie sind kaum Grenzen gesetzt.
Je nach Treppenbauart werden Stufen seitlich von der Treppenwange getragen und bilden somit auch den seitlichen Abschluss der Treppenstufen. Die Stufen können auch auf den Wangen aufliegen. In diesem Fall handelt es sich um eine aufgesattelte Wangentreppe.
Aufgesattelt, offen oder geschlossen: die Treppenwange findet man bei verschiedenen Treppenbauarten
Außer der aufgesattelten Wangentreppe gibt es die geschlossene Wangentreppe, bei welcher der Platz zwischen den Stufen geschlossen ist (siehe auch Setzstufen) und offene Wangentreppen, bei welchen man zwischen den Stufen hindurch schauen kann.
Hier finden Sie einige Beispielbilder, allesamt von uns für unsere Kunden gefertigt und montiert:
Die betretbare Fläche einer Stufe bezeichnet die Trittfläche. Nicht nur in Deutschland unterliegt diese definierten Toleranzen und unterscheidet sich je nach Einsatzort.
Sicherheit und Gestaltung
Aus Sicherheitsgründen sollten die Trittflächen möglichst rutschsicher beschaffen sein. Dies kann zum Beispiel durch den Treppenbelag erreicht werden, jedoch gibt es dazu in Deutschland keine Bestimmungen.
Die Trifffläche kann maßgeblich zum Erscheinungsbild der Treppe beitragen, daher gibt es viele Aspekte welche zur Beschaffenheit der Trittflächen herangezogen werden können.